Walter Punke (oben) Wulf Gräntzdörffer (unten)

Herzlich willkommen beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt


wir, der KDA, sind ein Fachdienst der ev.-luth. Landeskirche Hannovers für Menschen und Themenbereiche in der Wirtschaft und Arbeitswelt. Das evangelische Verständnis von Freiheit, Würde des Menschen und Gerechtigkeit ist Basis und Profil unserer Arbeit. 

Wir pflegen Kontakte zu Verantwortlichen aus Betrieben und Unternehmen, zu Betriebsräten und zum Management, zu Verantwortlichen aus Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, zu Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. 

Zu unserm Auftrag gehört es in gleicher Weise, Erfahrungen aus der Wirtschaft und Arbeitswelt in die Kirchengemeinden und Kirchenkreise unserer Landeskirche hinein zu vermitteln und dort Unterstützung anzubieten sowohl bei der Begleitung berufstätiger und erwerbsarbeitsloser Menschen als auch bei der Diskussion wirtschafts- und sozialethischer Themen. 

Mit uns erreichen Sie mehr.

 Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.  

 

Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

im Sprengel Stade

Jorker Str. 4-6,  21680 Stade, Tel. 04141 63068, Fax 04141 61577

 

 

 

 

 

 

 

 

Airbus Stade: Vereinbarkeit von Beruf und Familie


Betriebsbesuch vom Netzwerk „Vorfahrt Familie“ 

Um die Instrumente der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Beschäftigten bei Airbus in Stade ging es am vergangenen Montag. Das kleine Netzwerk von Experten und Expertinnen, das sich bereits im letzten Jahr im Zuge der Veranstaltungsreihe „Vorfahrt Familie“ mit dem komplexen Thema befasste, war zu Gast im Stader Airbus-Werk. Betriebsratsvorsitzender Burkhard Borchers empfing die acht Teilnehmenden dieses Netzwerkes: Walter Punke und Otto Böschen vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, Christina Völkers (Koordinierungsstelle für Frauenförderung der Handwerkskammer Lüneburg-Stade), Ulrike Langer  (Beauftragte für Chancengleichheit bei der Arbeitsagentur Stade), Sonja Domröse (Öffentlichkeitsbeauftragte des Sprengels Stade), Annette Knauer (Fachberaterin für evangelische  Kinderbetreuungseinrichtungen) sowie die Gleichstellungsbeauftragten Karina Holst und Anne Behrends der Stadt Stade bzw. des  Landkreises Stade. 

Borchers informierte die Gäste über das, was Airbus aktiv unternimmt, um seine jungen Arbeitskräfte im Betrieb zu halten. Dabei genügt es nach seinen Worten nicht mehr, nur einen sicheren Arbeitsplatz und eine gute Bezahlung zu bieten. Junge Familien benötigten auch flexible Arbeitszeit. „Eltern wollen ohne schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber arbeiten und dabei ihre Sprösslinge gut versorgt wissen.“ 

Deshalb hat sich der Betriebsrat das Projekt eines Betriebskindergartens auf die Fahnen geschrieben. Borchers hofft auf einen baldigen Start, denn es gebe fast täglich Nachfragen vonseiten der Mitarbeitenden. Ein Bedarf von 50 Plätzen wurde durch eine Umfrage ermittelt. Airbus steht im Gespräch mit der Stadt Stade und einem potentiellen Träger. 

Gute Erfahrungen hat Airbus Stade bereits mit flexiblen Arbeitszeitangeboten für seine Belegschaft gemacht. „Die größere Selbstbestimmtheit am Arbeitsplatz bringt  mehr Verantwortung der Mitarbeiter mit sich und unterm Strich ist die Leistung jedes Einzelnen für Airbus besser“, so die Beobachtung des Betriebsrates. 

Auch die Telearbeit als Instrument der Vereinbarkeit von Beruf und Familie habe sich bewährt. Besonders Rückkehrerinnen nach der Elternzeit oder Alleinerziehende nehmen dieses Angebot, von zu Hause aus zu arbeiten, an. 

Bei der Frage nach Frauen in Führungspositionen musste der Betriebsratsvorsitzende allerdings passen. Stolz sei das Haus aber auf seine vier Meisterinnen. „Und die jungen Frauen, die wir ausbilden, machen in der Regel sehr gute Abschlüsse.“ Deshalb kann die Personalpolitik für Burkhard Borchers auch nur durch Strategien zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zukunftsfähig aufgestellt sein.


© Evang.-luth. Kirchenkreis Stade
Letzte Änderung: 20. 12. 2009