15 Jahre Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Stade

Nachricht Stade, 07. Mai 2026

Fremdenführung im Glaubensgarten

Der Gemeindeverband der Kindertagesstätten im Kirchenkreis Stade hat am 7. Mai 2026 sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. Die pädagogische Geschäftsführerin Albina Chmel begrüßte im Stadeum 300 Gäste.  Zu den Mitarbeitenden und Leitungskräften kamen Partner aus Kirche, Politik und Wissenschaft und würdigten das Jubiläum als Ausdruck kirchlicher Verantwortung für Bildung und Begleitung von Kindern und Familien.

Heute gehören 14 Kindertagesstätten mit mehr als 280 Mitarbeitenden zum Verband der Kirchengemeinden. Seit seiner Gründung 2011 ist er kontinuierlich gewachsen und hat seine Arbeit im Bereich der frühkindlichen Bildung stetig ausgebaut. Im Mittelpunkt der Feier standen die Mitarbeitenden, die das Leben in den Einrichtungen täglich prägen und gestalten.

Zum Auftakt legte der Verbandsvorsitzende Pastor Olaf Prigge das Leitwort des Verbandes aus: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt …“ (Psalm 91). Er hob das Zusammenwachsen des Verbandes hervor und sprach den Erzieher*innen und Mitarbeitenden seine Anerkennung aus. Die KiTas seien Orte, an denen Kinder nicht nur Orientierung, sondern gerade in herausfordernden Zeiten auch Stabilität erführen.

Stades Superintendent Dr. Marc Wischnowsky dankte in seinem Grußwort den Geschäftsführerinnen Albina Chmel und Miriam Baxmann für ihr großes Engagement und den Gästen aus den Kommunen für das vertrauensvolle Zusammenwirken. Er hob besonders die religionspädagogische Aufgabe der evangelischen KiTas hervor und würdigte die pädagogischen Fachkräfte als „Fremdenführer*innen im Garten des Glaubens“. Sie seien es, die Kinder mit grundlegenden Inhalten der Religion vertraut machen und ihnen vermitteln, was ein Leben im Glauben prägt. Damit würden sie auch das Selbstvertrauen der Kinder stärken und einen wesentlichen Betrag zum Miteinander in der Gemeinschaft leisten.  

Evangelische Kindertagesstätten stärkten Kinder auch darin, respektvoll miteinander umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte friedlich zu lösen.

Die Pädagogin Dr. Ilse Wehrmann kritisierte in einem Vortrag die politische Vernachlässigung der Elementarbildung und warb für nachhaltige Investitionen in Ausstattung und Personal der Kindertagesstätten.

Im Podiumsgespräch diskutierte Landrat Kai Seefried mit Wehrmann, Wischnowsky und Kevin Holzkamp, der selbst in einer Einrichtung des Verbandes arbeitet, über den Alltag in der KiTa.

Wehrmann würdigte die evangelischen Kindertagesstätten des Verbandes ausdrücklich als vorbildlich in einer bundesweit angespannten Situation und sprach sich dafür aus, dass sich Kirchen stärker im Bereich der frühkindlichen Bildung einbringen sollten.

Auch aus der Praxis wurde deutlich, wie stark sich die Anforderungen an KiTas verändert haben. Holzkamp wünscht sich – auch seitens der Landeskirche – einen verstärkten Fokus auf den Menschen – und damit auf das ganze System, neben dem Kind auf die Familie und die Betreuenden.

Landrat Kai Seefeld stellte abschließend heraus, wofür die Einrichtungen des Verbandes stehen. Werte wie Toleranz, gegenseitiger Respekt, Verständigung und Offenheit seien wichtige Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt und trügen langfristig zur Förderung eines Lebens in Frieden und Freiheit bei.

In ihrem Dank an die Runde betonte Albina Chmel die Selbstverpflichtung des Verbandes den hohen Qualitätsstandard auch im Blick auf die Mitarbeiterschaft zu halten. Sie dankte für die guten Bedingungen: „Bei uns in den Kommunen läuft’s.“